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Dienstag, 29. September 2009

subjektivitis.

Entweder man freundet sich mit den putzigen kleinen Bällchen von Takashi Murakami an, oder schüttelt den Kopf vor diesem Hello Kitty durchtränkten Pop-Kitsch. Nackte Haut - Jim Kempner platzierte zwei leicht bekleidete Schönheiten vor seine Bude – wirkt zwar als eyecatcher, doch einer mit nackten Tatsachen überfütterten Gesellschaft wird Bekanntes schnell überdrüssig. Moderne Kunst hat es nicht leicht. Zu viel, das schon gesehen wurde, zu wenig, bei dem der Besucher sichtlich beeindruckt die Ausstellung verlässt. Bekannte Phrasen, die ihre Gültigkeit auch in New York nicht verlieren.
Eine stille und dennoch absolut präsente Erscheinung machen für mich Arbeiten des Bildhauers Jaume Plensa. Seine geschaffenen Skulpturen, die zugleich Wortkonstrukte sind, kulminieren zu einem eigenständigen Kosmos. Sie verharren auf Kieselsteinen, hängen an Wänden oder gehen mit der Natur einher – fragend und stets bewusst ist sich Plensa über die Wirkungskraft eines Gedankengangs. So scheint es nicht verwunderlich, dass der Spanier William Blakes Zitat „Ein Gedanke füllt die Unendlichkeit“ zur Prämisse seiner Werke machte. Der Besucher kann in Gegenwart der Exponate in sich kehren. Zeit zum Reflektieren in einer stilisierten, jedoch nicht minder authentischen Atmosphäre. Im Gegensatz zu anderweitigen in New Yorks Kunstszene verkehrenden Künstlern, kapselt sich Jaume Plensa ab von Voltairs Treffsicherheit: „Die Eigenliebe ist ein mit Wind gefüllter Ballon, aus dem Stürme hervorbrechen, wenn man hineinsticht.“
Gerade hier sollten unsere Politiker spitzhörig werden.
Ein Ausstellungsbesuch inbegriffen.

Samstag, 8. November 2008

murakamis idea of originality.




Artist T. Murakami has the chance to wrapp the Louis Vuitton Store on Fifth Avenue for the holidays. This installation will hide the whole store.
According to chief executive officer of Louis Vuitton North America Daniel Lalonde

"The idea to wrap the Fifth Avenue maison in Monogram Multicolore came about earlier this year in an effort to do something truly unique for the holiday season."
This is some kind of Christos work. Isnt it?
But thats it, art isnt always unique.
In generel, I have to emphasize.


picture by WWD

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Banksy and his new dimensions

Straßenkünstler Banksy bietet Kunstinteressierten in New York bis zum 31. Oktober eine begehbare Welt an.

Fernab von Stencils und Graffitis manifestiert sich vor den Augen der Besucher im „The Village Pet Store and Charcoal Grill“ eine eigenwillige Installation Banksys, in der fressende Chicken-Nuggets, ein eingesperrter und depressiver Tweety oder schwimmende Fischstäbchen das eigentlich Tote wieder lebendig werden lassen.

Ob diese Kritik am blinden Aktionismus der Konsumenten liegt oder zugleich auch die Essenz der Kunstwelt „auf die Schippe nimmt“, bleibt dahingestellt.

Banksy selber ließ in jedem Falle verrichten: „Ich wollte Kunst machen, die unsere Beziehung zu Tieren und die Ethik und Nachhaltigkeit von industrieller Landwirtschaft in Frage stellt.“
So sei es dann auch. Dank gilt dem Pressesprecher.





Auf der offiziellen Page des Stores thevillagepetstoreandcharcoalgrill.com gibt es die Installation auch in voller "Bewegung" zu sehen.

pictures by art-magazin